Im vergangenen Donnerstag absolvierte die erste Mannschaft der HSV Rhein-Nette gegen das Oberliga-Team des HC Koblenz ihr nächstes Testspiel gegen den bisher stärksten Gegner.
Trotz der auf dem Papier klaren Rollenverhältnisse war das Ziel, gestärkt durch die bereits starken Auftritte gegen die Oberliga-Teams aus Mülheim-Urmitz-Bassenheim, Weibern und Römerwall den klassenhöheren Gegner sowohl im Angriff als auch in der Abwehr vor Herausforderungen zu stellen.
So entwickelte sich von Anfang an ein offener Schlagabtausch. Im Angriff gelang es den HSV-Herren immer wieder, aus dem Spiel heraus Lücken zu reißen, die treffsicheren Außenspieler in Szene zu setzen oder den Rückraum-Shooter Mika Wissen aus gefährlichen Positionen abschließen zu lassen.
Zugleich gelang es jedoch nicht, die starke Abwehrleistung aus den vergangenen Spielen wieder vollständig abzurufen. Gegen den wurfgewaltigen Koblenzer Rückraum fand die HSV-Defensive nicht immer den nötigen Zugriff. So ging es mit einem knappen 18:20-Rückstand in die Kabine.
Nach kurzer taktischer Einstellung startete das Heimteam konzentriert in die zweite Halbzeit. Im Angriff wurden weiterhin gute Lösungen gefunden, nun auch vermehrt über den Kreis. Allerdings häuften sich technische Fehler und Fehlwürfe. Die daraus entstehenden Gegenstoßmöglichkeiten konnten die Koblenzer aufgrund des konsequenten Rückzugs der HSV-Herren und dank Torwart Jannik Höblich, der zwei Gegenstöße entschärfen konnte, jedoch allesamt nutzen.
Gleichzeitig steigerte sich die HSV-Defensive gegen den Positionsangriff der Koblenzer und konnte im Vergleich zur ersten Halbzeit deutlich mehr Zugriff finden. Dies konnte schlussendlich aber nicht verhindern, dass die HSV-Herren am Ende mit 31:34 knapp das Nachsehen hatten.
„Wir sind ebenso wie die Koblenzer urlaubsbedingt nicht in voller Besetzung angetreten, dementsprechend haben hüben wie drüben nicht alle Abläufe gestimmt. Im Angriff haben wir es über weite Strecken gut gemacht, allen voran Mika Wissen aus der zweiten Reihe und Ben Mayer über Außen waren torgefährlich und immer wieder erfolgreich“, resümierte Dario Lehmler. „Unsere Abwehr war dagegen phasenweise etwas löchrig und wir haben unsere Torhüter ab und an alleine gelassen. Dennoch gehört Koblenz für mich zu den Top-Teams der Oberliga Rheinland, deshalb bewerte ich das Spiel unterm Strich durchaus positiv.“
Für die HSV-Herren starten nun die letzten Wochen der Vorbereitung. In den verbleibenden Tagen gilt es, die letzten Feinheiten herauszuarbeiten und sich optimal auf den ersehnten Saisonauftakt in der Verbandsliga vorzubereiten.
