Im ersten Heimspiel der Pokalrunde traf die linksrheinische JSG auf den Tabellenletzten. Nach der knappen Niederlage gegen den Spitzenreiter in der Vorwoche sollte diese Partie wieder Sicherheit und Spielpraxis bringen, bevor es am 14. Dezember zum weitesten Auswärtsspiel gegen das aktuell sehr formstarke Team der HG Saarlouis geht.
Auch wenn die Gäste bislang ohne Punktgewinn dastanden, zeigten Ergebnisse wie die knappe Niederlage gegen den luxemburgischen HC Berchem, dass man sie keinesfalls unterschätzen durfte. Entsprechend konzentriert startete die JSG in die Partie – und lieferte an diesem Tag eindrucksvoll ab.

Gleich der erste Angriff der Gäste scheiterte an Torwart Jannik Höblich. Den Gegenstoß verwandelte Tjark Heiden souverän, sprintete zurück und eroberte nach dem Anwurf prompt wieder den Ball, den er auf Louis Hartmann weiterleitete – 14 Sekunden nach dem 1:0 fiel das 2:0. Eine deutliche Duftmarke zum Auftakt. Doch Alzey/Saulheim zeigte Moral: In Überzahl gelang ihnen nach sechs Minuten der 3:3-Ausgleich. Die Antwort der Gastgeber folgte umgehend – ein Dreierlauf durch zwei Treffer von Colin Müller und einen von Matti Sorg stellte den alten Abstand wieder her.
Wie schon gegen Dansenberg kassierte die JSG einige Zeitstrafen, ohne jedoch wirklich hart zu agieren – vieles war schlicht unglücklich. Nach 15 Minuten stand das Team beim Stand von 13:7 sogar 95 Sekunden in doppelter Unterzahl. Den fälligen Siebenmeter entschärfte Jannik zwar, doch die Gäste nutzten die Phase, um auf sieben Tore heranzukommen. Bis zur Pause setzten sich die Hausherren jedoch wieder deutlich ab und gingen mit einem komfortablen 23:14-Vorsprung in die Kabine. Alle Feldspieler trafen in den ersten 25 Minuten mindestens einmal – ein Beleg für die mannschaftliche Geschlossenheit und Variabilität im Angriff.

Nach Wiederanpfiff änderte sich am Spielgeschehen kaum etwas. Zwar suchten die Gastgeber nun häufiger das spektakuläre Finish und der Gästetorwart konnte sich mehrfach auszeichnen, doch der Abstand blieb klar. Die tapfer kämpfende MJSG, von ihren mitgereisten Fans lautstark unterstützt, verhinderte eine noch höhere Niederlage. Am Ende stand ein deutliches 46:26, das die Kräfteverhältnisse in dieser Partie klar widerspiegelt.

Für die Heimfans gab es reichlich Grund zur Freude: starke Paraden, sehenswerte Treffer aus allen Lagen – Dreher, Heber, Rückraumwürfe, Kreistreffer und Tempogegenstöße. Ganz nach dem Motto: „Wenn’s läuft, dann läuft’s.“ Einziger Wermutstropfen: neun Zeitstrafen, ein Punkt, an dem das Trainerteam um Thomas Heiden bis zum Auswärtsspiel in Saarlouis noch arbeiten wird. Denn dort muss die Disziplin wieder stimmen, wenn zählbares mitgenommen werden soll.

Für die Linksrheinische JSG spielten: Jannik Höblich (TW, 23 Paraden), Leo Pitzen (1), Robin Siemsen (8), Tjark Heiden (7), Janne Kohl (3), Amin Gharbaoui (4), Arne Rüfereck (4), Max Koch (3), Matti Sorg (4), Louis Hartmann (6), Colin Müller (6)
