Mit einem 31:28-Heimsieg gegen den HC Koblenz III ist die zweite Mannschaft der HSV Rhein-Nette erfolgreich in die neue Saison gestartet. Zur Halbzeit lagen die Gastgeber noch knapp mit 13:14 zurück.
Schon vor dem Anpfiff gab es Grund zur Zuversicht: Durch die positive Entwicklung und den personellen Zulauf bei der ersten Mannschaft konnte auch die Zweite verstärkt in die neue Spielzeit gehen. So stand Trainer Thomas Schulz und Spielertrainer Raoul Gärtner zum Saisonauftakt eine volle Bank zur Verfügung.
Und die HSV erwischte zunächst den besseren Start. Nach einem ausgeglichenen Beginn setzte sich Rhein-Nette Mitte der ersten Halbzeit auf 8:4 ab. Doch anschließend riss der Faden komplett. Über neun Minuten blieb die HSV ohne eigenen Treffer, während Koblenz die Partie drehte und aus dem 8:4 ein 8:10 machte. Erst Johannes Umbscheiden beendete die lange Durststrecke.
Dabei verdienten sich die Gäste besonderen Respekt. Der HC Koblenz III war ohne etatmäßigen Torhüter angereist. Feldspieler Dirk Schwitkowski übernahm kurzerhand den Platz zwischen den Pfosten – und machte seine Sache ausgesprochen gut. Unter anderem entschärfte er sogar einen Siebenmeter. Dass Koblenz auf dieser Position improvisieren musste, war der Mannschaft über weite Strecken überhaupt nicht anzumerken.
Kurz vor der Pause kämpfte sich die HSV wieder heran. Mit dem Treffer zum 13:14 praktisch mit der Halbzeitsirene war für den zweiten Durchgang wieder alles offen.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein ähnliches Bild. Rhein-Nette fand wieder besser ins Spiel, übernahm die Führung und setzte sich schließlich bis auf 25:21 ab. Eigentlich die Gelegenheit, das Spiel frühzeitig zu entscheiden.
Doch Koblenz gab sich nicht geschlagen.
Die Gäste arbeiteten sich Tor für Tor zurück und stellten in der 54. Minute tatsächlich wieder auf 27:27. Damit war die Partie endgültig in der CrunchTime angekommen – und die Zuschauer bekamen genau die Spannung geboten, die man sich von einem Saisonauftakt wünschen kann.
Dann folgte eine Phase, die das Spiel zugunsten der HSV kippen sollte.
Koblenz bekam beim Stand von 27:27 per Siebenmeter sogar die Möglichkeit, wieder in Führung zu gehen. Doch Dominik Möhring war zur Stelle. Der HSV-Torwart parierte den Strafwurf – und damit war noch lange nicht Schluss. Auch die fünf folgenden Würfe der Gäste entschärfte Möhring und hielt seine Mannschaft damit in der entscheidenden Phase im Spiel.
Aus den Paraden wurde anschließend unmittelbar Kapital geschlagen: Zweimal schickte Möhring Jan-Michael Schwarz mit punktgenauen Pässen in den Tempogegenstoß, zweimal blieb Schwarz sicher. Innerhalb von nur 20 Sekunden erhöhte die HSV damit auf 30:27.
Spätestens jetzt war die Halle da. Die zahlreich erschienenen Zuschauer machten sich bemerkbar und heizten die Stimmung in den entscheidenden Minuten noch einmal ordentlich an. David Schnur setzte mit dem Treffer zum 31:28 schließlich den Schlusspunkt unter einen umkämpften und vor allem spannenden Saisonauftakt.
Am Ende überwog bei der Mannschaft vor allem die Erleichterung über die ersten beiden Punkte. Entscheidend war dabei nicht nur das Ergebnis: Die Mannschaft spielte miteinander, kämpfte auch nach schwierigen Phasen weiter und fand gemeinsam zurück ins Spiel.
Gleichzeitig geht ein großes Kompliment an den HC Koblenz III, der trotz der ungewohnten Torhütersituation eine starke Partie zeigte und der HSV bis in die Schlussminuten alles abverlangte.
Und nicht zuletzt: Danke an die zahlreichen Fans, die die Mannschaft unterstützt und gerade in der CrunchTime noch einmal für zusätzliche Stimmung gesorgt haben!
Emil Haferkorn (8/4), Raoul Gärtner (5), Julius Dyong (5), Jan-Michael Schwarz (4), Johannes Umbscheiden (3), David Schnur (2), Tobias Montebaur (1), Andreas Weinschneider, Aaron Dott, Sebastian Hauröder, Kai Bonaffini, Nedzad Ljubijankic, Dominik Möhring (Tor).
